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Neuerscheinung „Walking Guitar“ bei Ricordi / Sy 2845 / für den Gruppen-,Klassen-,& Ensembleunterricht

„Walking Guitar“ möchte mit leicht spielbaren Ensemblestücken in verschiedenen Popstilen zum gemeinsamen Musizieren einladen. Schon nachdem die ersten Töne in der I. Lage bekannt sind  kann es im Gruppen-, Klassenunterricht und Ensemble losgehen. Die Songs verwenden populäre Akkordwendungen oder Riffs von bekannten Rocksongs die sofort ins Ohr gehen . Das gemeinsame Musizieren wird so viel Spaß machen. Gleichzeitig erleichtern viele Anregungen für Bewegungsspiele das Finden eines gemeinsamen Tempos und die gemeinsame Koordination der Anschläge.

Im Mittelpunkt von „Walking Guitar“ stehen leicht spielbare Ensemblestück in populären Stilarten, sie sollen die ersten Schritte zum gemeinsamen Musizieren erleichtern. Ganz nebenbei lernen die Spieler mit der Homophonie eine musikalische Satztechnik kennen. Gleichzeitig soll sie die Literatur für den Gruppenunterricht erweitern, als Arbeitsbuch die Wiederholung von Musiklehreinhalten ermöglichen.

Alle Songs basieren auf populären Akkordwendungen oder Riffs von bekannten Rocksongs. Sie sind so gesetzt, dass die verschiedenen Stimmen unterschiedliche Schwierigkeitsstufen beinhalten. Die Melodiestimme macht ihre Spieler mit den Tonräumen auch der höheren Lagen bekannt. Anschließend wird die Melodie über Variationen eines Motivs zur Improvisation geführt. Das Tonmaterial für Improvisationen ist angegeben.

Die Stimmen 2 bis 4 lenken die Aufmerksamkeit der Spieler auf ein gemeinsames Metrum und die Koordination des Anschlags. Es sind jeweils nur wenige Töne in der I. Lage zu spielen, dadurch wird die ganze Konzentration auf die gemeinsame Realisation des Begleitrhythmus gelenkt. Dieser wird immer wieder über das Erleben des gemeinsamen Gehens („Walking“), zunächst ohne Instrument, dann mit Bodypercussion am Platz, danach mit Percussion-Sounds auf der Gitarre wiederholt.  Besonders präzise wird der gemeinsame Anschlagsimpuls, wenn die Saiten abgedämpft werden (entweder durch das Auflegen der Außenkante der Anschlaghand oder einem Taschentuch zwischen den Saiten am Steg)

Der Bass spielt häufig den Groove der Akkordbegleitungsstimmen mit, hat manchmal jedoch auch einen eigenen charakteristischen Rhythmus.

Zunächst kann der Rhythmus der Begleitung mit Hilfe der Rhythmussprache geklopft, mit Hilfe verschiedener Klangmöglichkeiten der Gitarre,  oder auf leeren Saiten gespielt werden. Anschließend können die Akkordtöne mit Hilfe der relativen Solmisation, später mit klangmalerischen Vokalen gesungen werden, erst ein-, später mehrstimmig.

Die Ausgabe ermöglicht durch partiturähnliche Notierung bequeme Lesbarkeit und Ausführbarkeit. Außerdem visualisiert diese Notationsform das Prinzip der Homophonie.  Die Spielstücke sind entsprechend Tonumfang, Tonart, Rhythmus, Synkopen und Stimmenanzahl in eine sinnvolle Progression gebracht.

Vorschläge für den Unterricht:

1.) Metrumsbegleitung „Walking“ (z.B. gemeinsames Gehen im Raum, Finden eines gemeinsamen Tempos, Einbeziehung von Körperinstrumenten, Bodypercussion, Sandsäckchen)

2.) einstimmig singen (unter Einbeziehung von Rhythmussprache und relativer Solmisation)

3.) als Akkordfolge mehrstimmig singen

4.) Tonmaterial der Melodie einführen bzw. wiederholen

5.) Melodie mit der Gitarre spielen, variieren, improvisieren

6.) mehrstimmig spielen, Variationen durch Klangfarbenwechsel

7.) für Aufführungen lohnt es sich, die Songs „chorusmäßig“ zu spielen, d.h. Thema, Improvisation, Thema u.s.w.

8.) Alle spielen  aus der Partitur, so bietet es sich an, dass die Spieler bei Wiederholungen die Stimmen wechseln.

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